Fresh Pop: First Breath After Coma

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First Breath After Coma: Post-Rock-Gitarrenwänden treffen auf einfühlsame Melodien

First Breath After Coma ist die große Nachwuchshoffnung der portugiesischen Musikszene. Innerhalb kürzester Zeit haben es die fünf Musiker aus Leiria geschafft zur gefeierten Post-Rock Sensation mit europaweiter Fanbase zu avancieren.

Benannt nach einem Song von Explosions In The Sky teilen sich First Breath After Coma vor allem eines mit ihren Namensgebern: eine musikalische Reife sondergleichen. Dabei scheint es fast schon ein bisschen unverschämt, dass das Durchschnittsalter der Band bei gerade einmal 24 Jahren liegt.

Schon während ihrer Schulzeit begannen sie, gemeinsam Musik zu machen und haben es im September des letzten Jahres beim Reeperbahnfestival geschafft, erstmalig vor deutschem Publikum zu bestehen. Mittlerweile haben sich die fünf Schulfreunde zu einer ausgewachsenen Shoegaze-Band gemausert. Ihrem 2013 erschienenem Debütalbum „The Misadventures Of Anthony Knivet“ folgt nun das zweite Album „Drifter“, das laut Musikpresse „wie eine Kreuzung aus Editors und Slowdive“ klingt, macht den Hype um die Band schnell nachvollziehbar.

Kenner des Genres werden jetzt anmerken, dass „Drifter“ doch schon im letzten Jahr erschienen ist: Stimmt, 2016 auf dem portugiesischen Label Omnichord Records veröffentlicht, war „Drifter“ bisher auch nur in Portugal physisch zu erwerben, digital allerdings bereits weltweit. Anfang August wird das zweite Studioalbum von First Breath After Coma nun „offiziell“ via Popup-Records in Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgebracht.

Auf puristische Art und Weise erzeugen Songs wie „Dandelions“ und „Nagmani“ ein Wechselbad aus Melancholie, Spannung und Gänsehautstimmung, das weit über klassischen Post-Rock hinausgeht. „Gold Morning Days“ lässt einem bei himmlischen Chören und halligen Gitarren, die morgendlichen Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen. „Salty Eyes“ und „Blup“ beweisen dagegen einmal mehr das Gefühl von Sänger Roberto Caetano für sinnliche Melodien à la Radiohead gepaart mit großen Gitarrenwänden.

Tracklist:

01. Intro
02. Salty Eyes
03. Gold Morning Days
04. Blup
05. Petrichor
06. Dandelions
07. Nagmani
08. Umbrae
09. Tierra Del Fuego: La Mar
10. Tierra Del Fuego: Nisshin Maru
11. Seven Seas
12. Warmly

First Breath After Coma: Drifter
Vö: 04.08.2017 / Popup Records

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