John Maus: Screen Memories

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Review: John Maus – Screen Memories

Seit dem letzten umjubelten Werk „We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves“ von John Maus sind sechs Jahre vergangen, in denen ihm der Doktortitel in Politischer Philosophie verliehen wurde und er sich seither neben seinen musikalischen Ambitionen als Professor der Philosophie an der Universität von Hawaii seine Zeit vertreibt – um seine Klangwelten zu kreieren, baute er sich sogar Synthesizer und eigene Panels. „Screen Memories“ wurde komponiert und aufgenommen in seinem Haus im ländlichen Minnesota; darauf präsentiert John Maus eine etwas schlankere und düsterere, aber nicht minder schillernde Abwandlung seines Stils, den er auf seinen früheren Alben geschmiedet hat – so klar und detailreich überarbeitet, dass seine Wirkung als Ganzes, gepaart mit den bizarren und oft undeutlichen Texten, einen Ersthörer leicht überfordern kann. John Maus gibt sich in aller Gänze dem Synthpop und Darkwave hin, der bereits rein instrumental eine markige Kraft und Ausstrahlung besitzt, aber durch die meist sonore Stimme á la Ian Curtis den besonderen Glanz und Wiedererkennungswert verliehen bekommt – die zwölf Songs sind eine Reihe von dichten und doch unmittelbaren Kompositionen, die von markanten Bassgitarrenlinien und einer endlosen Reihe von wunderschönen Keyboard-Harmonien angetrieben werden.

Tracklist:

01. The Combine
02. Teenage Witch
03. Touchdown
04. Walls Of Silence
05. Find Out
06. Decide Decide
07. Edge Of Forever
08. The People Are Missing
09. Pets
10. Sensitive Recollections
11. Over Phantom
12. Bombs Away

John Maus: Screen Memories
Vö: 27.10.2017 / Ribbon Music

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