Fat Dog melden sich mit der neuen Single „Go Fuck Urself“ zurück

Fat Dog sind zurück – und ihre neue Single „Go Fuck Urself“ klingt, als würde ein übersteuerter Clubabend direkt in den nächsten Nervenzusammenbruch kippen. Die Band aus South-London verbindet auf dem Track flirrende Achtziger-Synths, hektische Dancebeats und eine tropfende Melodika zu einem euphorischen Kontrollverlust. Frontmann Joe Love trägt seine Zeilen mit jener trocken-aggressiven Gleichgültigkeit vor, die britischen Außenseiterbands seit Jahrzehnten perfektionieren – irgendwo zwischen bitterem Kommentar und schwarzem Humor.

Doch „Go Fuck Urself“ funktioniert nicht einfach als zorniger Rundumschlag. Der Song richtet seine Wucht vor allem nach innen. Die zentrale Botschaft: Wer permanent vor sich selbst flieht, landet irgendwann wieder vor dem eigenen Spiegelbild. Love formuliert das sinngemäß als Abrechnung mit den immer gleichen Mustern und der Versuchung, Schuld überall außer bei sich selbst zu suchen. Gleichzeitig explodiert der Refrain in greller Farbigkeit – Balearic-Grooves für Menschen, die um vier Uhr morgens merken, dass Eskapismus längst kein Ausweg mehr ist.

Produziert wurde der Track gemeinsam mit Oli Bayston, der den Sound der Band weiter aufreißt: weniger Gitarren-Exzess, dafür mehr elektronische Übersteuerung und clubhafte Dynamik. Nach den Singles „Pray To That“ und „Peace Song“ knüpft Fat Dog damit an die chaotische Energie ihres Debüts „WOOF.“. an, treiben den Kontrast zwischen Wahnsinn und Euphorie aber noch weiter. Das begleitende Video des Regie-Duos Nine Screens verlegt diese Haltung konsequent in einen Wrestling-Ring – passend zu einem Song, der klingt wie ein öffentlicher Schlagabtausch mit dem eigenen Ich.

Mit „Go Fuck Urself“ beginnt für Fat Dog zugleich das nächste Kapitel. Die Single markiert den ersten neuen Release der Band im Jahr 2026 und bereitet eine ausgedehnte Tour vor. Neben Festivalauftritten und Support-Shows für die Foo Fighters und Kneecap stehen zahlreiche Headline-Konzerte in Großbritannien und Europa an – darunter auch ein großes Heimspiel in der Londoner Brixton Academy. Fat Dog bleiben damit genau das, was sie schon auf ihrem Debüt waren: eine Band, die aus Überforderung, Exzess und Widerspruch ihren eigenen, delirierenden Popmoment baut.