Fresh Pop: Deep Dyed

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Deep Dyed: Retrospektiver und verträumter Indierock aus Hamburg

Wenn man nicht weiß, was kommt, muss man sich zurückbesinnen. Von daher kommt in Zeiten wie diesen eine Band wie Deep Dyed wie gerufen: Das Quartett spielt retrospektiven Indie, der sich gekonnt an Größen wie The Velvet Underground oder den Pixies orientiert. Aus der im Juli erscheinenden, selbstbetitelten Debüt-EP ist heute am vergangenen Freitag die Single „Blue Levitate Hours“ samt Video veröffentlicht worden.

Auf der Suche nach musikalischen Wegbegleitern, begegneten sich Songwriter John Hintz und Aylin Sengül Ende 2018. Schnell stellte sich heraus, dass sie nicht nur musikalische Vorbilder teilen, sondern auch den Wunsch, sich mit eigenem Songmaterial künstlerisch zu verwirklichen. Zusammen mit Bassist Hauke Seibt und Drummer Lukas Tietkens gründeten sie Deep Dyed im Frühjahr 2019. Aus einer Mischung bereits geschriebener und gemeinschaftlich neu komponierter Songs entstand im Herbst 2019 ihre innerhalb von einer Woche komplett in Eigenregie aufgenommene, gleichnamige EP. Sie erscheint im Sommer 2020 bei La Pochette Surprise Records auf Kassette und wird ab August zunächst in Hamburg und Umgebung auf einer Reihe von Konzerten vorgestellt.

Die junge Hamburger Band trat erstmalig im Oktober 2019 im Uebel & Gefährlich öffentlich in Erscheinung. Songwriter John Hintz und Aylin Sengül, beide verantwortlich für den Gesang, überzeugten dabei mit ihrem verträumten Indierock mit starken Anleihen an den Dunedin Sound der 1980er Jahre. Überwiegend getragen von gemächlichen LoFi-Gitarrenriffs und Psychedelic-Einsprengseln, singen Hintz und Sengül auf den beiden Singles der EP über emotionale Isolation („Trapped Inside A Maze“) und zaghafte Schritte ihrer Überwindung („Blue Levitate Hours“).

Schon der zu Beginn des Clips zu „Blue Levitate Hours“ eingeblendete Schriftzug verdeutlicht mit seinen psychedelischen Schnörkeln die Vorliebe von Deep Dyed für die Ästhetik der späten 60s und frühen 70s. Deser Eindruck verfestigt sich nicht nur durch das im Proberaum aufgehängte Poster von The Doors, sondern vor allem durch die ebenso lässige wie hochmelodische und eingängige Harmonieführung sowie das warme und angenehm kratzige Soundgewand des Songs, der bei Zeitzeugen der Sechziger- und Siebzigerjahre wehmütige Erinnerungen wachküssen düfte.

Tracklist:

01. Orion
02. Unstable Illusions
03. Blue Levitate Hours
04. Trapped Inside A Maze
05. Sunlight
06. Soft Psychosis

Deep Dyed: Deep Dyed
Vö: 24.07.2020 / La Pochette Surprise

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