Humane veröffentlichen neue Single „Penny Let Go“
Die Londoner Band Humane setztnach „Kill Time“ mit „Penny Let Go“ ihre musikalische Entwicklung fort und präsentiert dabei eine deutlich dunklere und weitläufigere Variante ihres Sounds. Der Song baut auf einem sich immer weiter steigernden Hook auf, während Frontmann Max Hanley mit prägnantem Gesang für zusätzliche Spannung sorgt. Aus den treibenden Strukturen entsteht ein Stück, das gleichzeitig kontrolliert und nervös wirkt und seine Wirkung vor allem aus dem Wechselspiel von Dynamik und Wiederholung bezieht.
Bemerkenswert schnell entstand der Song. Die Grundidee kam Hanley während der Fahrt ins Studio, wenig später war der größte Teil des Stücks innerhalb einer Stunde geschrieben. Gerade diese spontane Entstehung passt zu einem Text, dessen Bedeutung bewusst offen bleibt: „Penny Let Go“ könnte sich ebenso auf Geld wie auf eine Person beziehen. Für Hanley steckt dahinter jedoch vor allem die Vorstellung, das eigene Ego loszulassen und sich einer Situation hinzugeben, in der nicht einmal klar ist, woran man eigentlich noch festhält.
Auch das Video setzt die düstere Atmosphäre konsequent fort. Humane kehren darin zu einer verlassenen Abtei zurück, die bereits Schauplatz früherer visueller Arbeiten der Band war. Zwischen den alten Mauern entwickelt sich eine fiebrige, fast klaustrophobische Bildwelt, die die angespannte Energie des Songs aufgreift und dessen Gefühl von Kontrollverlust visuell weiterführt.
Humane entstanden zunächst als Soloprojekt im Osten Londons und haben sich inzwischen zu einer fünfköpfigen Liveband entwickelt. Nach zwei selbst veröffentlichten EPs, Auftritten unter anderem beim Green Man Festival und SXSW Sydney sowie wachsender Unterstützung durch britische Radiosender steht nun die nächste Phase an: Aktuell ist die Band mit Sex Mask in Europa unterwegs, anschließend folgen Termine mit Radio Free Alice.
