Die Must-Hears der Woche von Popklub – Das IndiePopZine
Die Must-Hears von Popklub – Das IndiePopZine, diesmal mit neuen Songs und Videos von Starcleaner Reunion, Interpol, Gurriers und King Gizzard & The Lizard Wizard.
Starcleaner Reunion: Never Odd Or Even
Die New Yorker Band Starcleaner Reunion hat ihr Debütalbum „Umbrella“ angekündigt, das am 25. September über Take Care Records erscheint. Gleichzeitig veröffentlicht das Quartett mit „Never Odd Or Even“ die erste Single des Albums und knüpft damit an den verträumten Indiepopop ihrer gefeierten EP „Café Life“ (2024) an. Musikalisch bewegt sich „Never Odd Or Even“ zwischen hypnotischen Motorik-Grooves, ungewöhnlichen 5/4-Passagen und schimmernden Gitarrenflächen, die den retrofuturistischen SOund der Band um psychedelische Nuancen erweitern. Sängerin Jo Roman verleiht dem Song mit ihrem schwebenden Gesang eine traumartige Atmosphäre, während die Komposition ständig zwischen Vorwärtsdrang und Momenten der Ruhe pendelt. Inhaltlich erzählt die Single von der Spannung, die entsteht, wenn ein lang gehütetes Geheimnis ausgesprochen wird. Die Band beschreibt den Song als Moment zwischen Erleichterung und Furcht: Manche Geheimnisse wirken befreiend, andere können dunkle Wahrheiten ans Licht bringen. Diese emotionale Ambivalenz spiegelt sich unmittelbar im musikalischen Aufbau wider, der zwischen treibender Dynamik und unerwarteten Wendungen wechselt.
Interpol: Iron City
Mit „Iron City“ präsentieren Interpol die dritte Single aus ihrem kommenden Studioalbum „This Mirror Weighs A Ton“, das am 28. August über Partisan Records erscheint. Nach dem Titeltrack und „See Out Loud“ gewährt die Band damit einen weiteren Einblick in ein Album, das ihren charakteristischen Post-Punk-Sound um zahlreiche neue Klangfarben erweitert. Inhaltlich beschäftigt sich „Iron City“ mit dem Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft – einem zentralen Motiv des neuen Albums. Sänger Paul Banks verbindet in seinen Texten wiederkehrende Träume, einsame Spaziergänge durch den Central Park und futuristische Perspektiven, in denen die Grenzen zwischen Mensch, Schöpfer und Schöpfung zunehmend verschwimmen. Der mantraartige Refrain „I can feel your love, iron city“ entfaltet sich über ineinandergreifenden Gitarren, einer treibenden Rhythmussektion und dichten atmosphärischen Soundflächen.
Gurriers: Party Lines
Die Dubliner Band Gurriers hat ihre neue Single „Party Lines“ veröffentlicht. Der Song ist nach dem Titeltrack der zweite Vorbote des zweiten Studioalbums „Nobody’s Coming To Save You“, das am 25. September erscheint. Es ist zugleich die erste Veröffentlichung der Band auf ihrem neuen Label. Produziert wurde das Album gemeinsam mit Mark Bowen (Idles) und Loren Humphrey. Musikalisch setzt „Party Lines“ auf die für Gurriers typische Mischung aus druckvollen Gitarren, treibenden Rhythmen und einer eingängigen Hook, die den Song zwischen Dancepunk und Postpunk verortet. Inhaltlich richtet sich die Band gegen die Widersprüche internationaler Politik. Inspiriert von der Eskalation des Kriegs im Sudan thematisiert der Song die Doppelmoral westlicher Regierungen, die humanitäre Hilfe leisten und gleichzeitig Waffen in Krisengebiete liefern. Mit „Party Lines“ knüpfen Gurriers an die Dynamik des bereits veröffentlichten Titeltracks „Nobody’s Coming To Save You“ an, der unter anderem von einer vielbeachteten KEXP-Session begleitet wurde.
King Gizzard & The Lizard Wizard: Level 5
King Gizzard & The Lizard Wizard haben ihr mittlerweile 28. Studioalbum angekündigt. „Alien Metal“ erscheint später im Sommer und knüpft an die elektronisch geprägten Shows der vergangenen Monate an. Gleichzeitig setzt die Band die klanglichen Experimente ihres 2023 veröffentlichten Albums „The Silver Cord“ konsequent fort. Als ersten Vorgeschmack veröffentlichen die Australier die neue Single „Level 5“, die von einem Musikvideo unter der Regie von Hayden Somerville begleitet wird. Der Track verbindet den treibenden elektronischen Ansatz der jüngsten Veröffentlichungen mit der für King Gizzard typischen Rastlosigkeit und unterstreicht einmal mehr den unermüdlichen Drang der Band, sich musikalisch immer wieder neu zu erfinden. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt der Gastauftritt des australischen Schauspielers Vince Colosimo im Musikvideo. Produzentin Ruby Thomas verrät, dass Regisseur Hayden Somerville den Schauspieler schon lange für gemeinsame Projekte im Kopf hatte. Was zunächst wie eine unrealistische Wunschbesetzung klang, wurde schließlich Realität: Colosimo habe der Rolle eine Tiefe verliehen, die die Erwartungen des gesamten Teams übertroffen habe.
