Die Must-Hears der Woche von Popklub – Das IndiePopZine
Die Must-Hears von Popklub – Das IndiePopZine, diesmal mit neuen Songs und Videos von Erotic Secrets Of Pompeii, DIIV, The Howlers und Cure For Youth (Foto).
Erotic Secrets Of Pompeii: Body Horrific
Erotic Secrets Of Pompeii melden sich mit „Body Horrific“ zurück und treiben ihren eigenwilligen Sound noch tiefer in eine Welt zwischen Gothic, Postpunk und surrealem Theater. Der Song kreist um ein ebenso simples wie verstörendes Gefühl: Der eigene Körper ist einem nicht unbedingt ein verlässlicher Verbündeter. Statt daraus eine klassische düstere Rocknummer zu machen, verwandelt die Band das Thema in eine Abfolge grotesker Szenen, die irgendwo zwischen Albtraum, schwarzem Humor und körperlicher Abgründigkeit angesiedelt sind. Musikalisch treffen wuchtige, beinahe beschwörende Refrains auf ruhigere Passagen, in denen sich die Bilder des Songs entfalten. Immer wieder kehrt dabei die zentrale Idee zurück, dass der eigene Körper sich fremd und unkontrollierbar anfühlen kann. Figuren wie ein Playboy, Cowboys oder eine Wachsfigur tauchen in den surrealen Momentaufnahmen auf und wirken wie unterschiedliche Erscheinungsformen desselben Konflikts: Der Körper wird zum Gefängnis, zur Projektionsfläche und schließlich zum eigenen Gegner. Auch das Video setzt konsequent auf diese bizarre Ästhetik. Statt die Geschichte des Songs einfach nachzuerzählen, erweitert der Clip dessen Vorstellung von Körperlichkeit und Verwandlung um eine visuelle Ebene.
DIIV: Kid
DIIV legen mit „Kid“ die zweite Single aus ihrem kommenden fünften Album „Zirp!“ vor. Nach dem ersten Vorboten „The Fountain“ öffnet der neue Song eine weitere Tür in die musikalische Welt der Band, die auf ihrem neuen Album offenbar stärker denn je zwischen ihren Wurzeln im Underground und einem ausgeprägten Gespür für Pop balanciert. Begleitet wird „Kid“ von einem Video unter der Regie von Jaxon Whittington. Eine besonders persönliche Note erhält der Clip dadurch, dass er von Sänger Zachary Cole Smiths Sohn Roy und dessen Freund Julian gefilmt wurde. „Zirp!“ erscheint am 30. Oktober über Fantasy Recordings und wurde gemeinsam mit dem britischen Produzenten A. G. Cook realisiert. Für DIIV bedeutet diese Zusammenarbeit eine deutliche Erweiterung ihres bisherigen Klangkosmos: Die Band verbindet ihre charakteristische Energie mit neuen, helleren und zugänglicheren Momenten.
The Howlers: D.R.I.V.E
The Howlers schicken mit „D.R.I.V.E“ den letzten Vorboten ihres kommenden zweiten Albums „Heavy“ ins Rennen. Die Platte erscheint am 9. Oktober – und wenn die neue Single als Maßstab gelten darf, setzt die Band dabei konsequent auf mehr Druck, mehr Gewicht und einen Sound, der sich nicht auf einen einzigen Ort festlegen lässt. Musikalisch ist „D.R.I.V.E“ ganz auf Bewegung gebaut: ein schwerer, antreibender Song mit einem unersättlichen Groove, der gleichermaßen für die Straße, verschwitzte Clubnächte und den Moshpit funktionieren soll. Genau darin lag auch die Idee hinter „Heavy“: Nach dem Debüt wollten The Howlers ein Album machen, das deutlich härter ausfällt und trotzdem unterschiedlichste Räume erobern kann. Inhaltlich dreht sich die Single um die unwiderstehliche Anziehungskraft einer Begegnung. Um diesen einen Menschen, der einen Raum betritt und sofort sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zieht – ein Moment zwischen Faszination, Begehren und dem Gefühl, den Blick einfach nicht mehr abwenden zu können.
Cure For Youth: Strange Desires
Die aus Los Angeles stammende Postpunk-Band Cure For Youth meldet sich mit ihrer neuen Single „Strange Desires“ zurück. Der Song ist der dritte Vorbote des Debütalbums „Synthetic World“, das am 30. Oktober über A La Carte Records erscheinen soll. Nach den bereits veröffentlichten Singles „Scars“ und „New Rose Bloom“ gibt der neue Track einen weiteren Einblick in die Klangwelt der zwölf Songs umfassenden Platte. Musikalisch bewegen sich Cure For Youth zwischen kantigem Postpunk, dunklen Gitarren und elektronischen Elementen. „Strange Desires“ führt dabei in eine Welt, in der moderne Lebenswirklichkeit, Verlust und die permanente Reizüberflutung eng miteinander verbunden sind. Das Album versteht sich laut Band als Auseinandersetzung mit dem Gefühl, ständig unter Beobachtung und zugleich den eigenen Gedanken ausgeliefert zu sein – persönlich genug, um unmittelbar zu wirken, und offen genug, um darüber hinauszuweisen.
