Die Must-Hears der Woche von Popklub – Das IndiePopZine
Die Must-Hears von Popklub – Das IndiePopZine, diesmal mit neuen Songs und Videos von Blackwater Holylight, Highdrive, Nastyjoe (Foto) und Sweet Pill.
Blackwater Holylight: Involuntary Haze
Blackwater Holylight haben den neuen Song „Involuntary Haze“ aus ihrem kommenden Album „Not Here Not Gone“ veröffentlicht, das am 30. Januar über Suicide Squeeze Records erscheinen wird. Nach ihrem 2021 erschienenen Album „Silence/Motion“ setzt die Band aus Portland ihre Erkundung ihres expansiven Sounds fort. Die Veröffentlichung der Single geht einer US- und Europa-Tournee voraus, die im Februar beginnt und den Fans einen Vorgeschmack auf ihren charakteristischen schweren, atmosphärischen Psych-Rock- und Doom-Stil bietet.
Highdrive: Cherry
Highdrive aus Brighton betreten mit ordentlich Druck die Bühne: Mit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Cherry“ startet das fünfköpfige Projekt nicht nur musikalisch durch, sondern schlägt zugleich ein neues Kapitel auf: Der Song markiert den Einstand bei Venn Records und setzt ein klares Ausrufezeichen. „Cherry“ ist ein massiver Brocken zwischen Postpunk-Schärfe, Shoegaze-Nebel und schwerem Alternative-Drive. Verzerrte Gitarrenwände treffen auf eine dichte, beinahe erdrückende Atmosphäre, während der Song stetig Spannung aufbaut. Produziert wurde die Single von Guy Page, der dem Track eine rohe, direkte Energie verleiht, ohne die dunkle Tiefe aus den Augen zu verlieren. Inhaltlich blickt „Cherry“ auf eine Welt im Stillstand: auf Frust, Ohnmacht und den Wunsch, nicht einfach wegzusehen. Der Song kanalisiert Wut, aber auch den Drang, sich gegen Gleichgültigkeit zu stemmen – laut, unbequem und emotional aufgeladen. Der intensive Gesang verleiht dem Stück dabei eine eindringliche Dringlichkeit, die lange nachhallt.
Nastyjoe: Hole In The Picture
Nastyjoe treten wieder ins Rampenlicht – und das mit einer neuen Single, die genau dort ansetzt, wo es unbequem wird. „Hole In The Picture“ bewegt sich zwischen Indierock und Postpunk und verbindet düstere Melodien mit einer klaren emotionalen Aussage. Der Song kreist um das Spannungsfeld zwischen dem eigenen Ich und dem Bild, das man nach außen zeigt. Es geht um Masken, Erwartungen und den Wunsch, aus festgefahrenen Rollen auszubrechen. Statt glatter Oberfläche setzt die Band auf Reibung, Unruhe und ehrliche Brüche. Musikalisch trifft melancholische Atmosphäre auf einen treibenden Groove, der an britische Szenegrößen erinnert, ohne sie zu kopieren. „Hole In The Picture“ wirkt wie ein innerer Dialog: zwischen Anpassung und Selbstakzeptanz, zwischen Projektion und Realität
Sweet Pill: No Control
Sweet Pill melden sich eindrucksvoll zurück und läuten ein großes neues Kapitel ein. Mit „No Control“ veröffentlicht die Band ihre erste neue Single seit längerer Zeit – ein roher, grungiger Song, der zwischen verletzlicher Ruhe und aufgewühlter Wucht pendelt. Gleichzeitig ist der Track der Auftakt zu ihrem zweiten Album „Still There’s A Glow“, das am 13. März erscheint. „No Control“ klingt wie ein innerer Monolog, der sich langsam in ein emotionales Gewitter steigert. Verzerrte Gitarren treffen auf träumerische Passagen, während die Spannung konstant unter der Oberfläche brodelt. Der Song zeigt Sweet Pill fokussierter und mutiger denn je – weniger Rücksicht auf Erwartungen, mehr Vertrauen in die eigene Intuition.
