Pond veröffentlichen mit „Through The Heather“ die nächste Vorabsingle aus „Terrestrials“
Mit „Through The Heather“ liefern Pond den nächsten Vorboten ihres kommenden Albums „Terrestrials“ – und zugleich einen der bislang atmosphärischsten Momente der laufenden Albumkampagne. Nach dem Titeltrack und „Two Hands“ schlägt die australische Band diesmal leisere, suchendere Töne an: schimmernde Gitarren, verträumte Synthesizer und ein Sound, der wirkt, als würde er langsam durch flirrende Sommerhitze treiben.
Die Grundlage des Songs entstand unterwegs auf Europatour, als Schlagzeuger James Ireland während endloser Fahrten kleine musikalische Skizzen in Ableton entwickelte. Später arbeiteten Ireland und Jay Watson die Idee in Hotelzimmern weiter aus – zwischen Junkfood, schlechtem Fernsehen und Tourmüdigkeit. Frontmann Nicholas Allbrook beschreibt die Entstehung augenzwinkernd als Gegenentwurf zur romantischen Rock’n’Roll-Erzählung: Große Musik entstehe oft eben nicht in magischen Studiosituationen, sondern zwischen Chipstüten, Jogginghosen und gelangweiltem Fernsehen. Gerade daraus ziehe „Through The Heather“ seine melancholische Wärme.
Musikalisch verbindet der Track federnden Psychedelic Rock mit geisterhaften Achtziger-Anklängen. Besonders auffällig sind die mächtigen Federhall-Effekte, die immer wieder wie entfernte Donnerschläge durch den Song rollen. Diese Ästhetik zieht sich durch das gesamte Album, für das sich Pond bewusst kreative Grenzen auferlegten: keine Fuzz-Pedale, keine Balladen und kein überladener Prog-Rock-Pomp. Stattdessen orientiert sich „Terrestrials“ an einer eigenwilligen Mischung aus klassischem australischem Rock und düsterem Goth-Postpunk – intern offenbar zusammengefasst als Frage: Würden Goths dazu ein Bier trinken?
Dass Pond auch mit ihrem elften Album weiter nach neuen Formen suchen, passt zur Geschichte der Band. Seit Jahren verzahnen sich ihre Projekte mit der australischen Psych-Rock-Szene, die sie selbst entscheidend mitgeprägt haben. Inhaltlich blickt „Terrestrials“ dabei weit über nostalgische Klangbilder hinaus: Die Songs kreisen um Macht, Umweltzerstörung, soziale Spaltung und die Beziehung zwischen Menschen und Orten. „Through The Heather“ wirkt innerhalb dieses Kosmos wie ein kurzer, benebelter Moment des Innehaltens – melancholisch, verloren und gleichzeitig seltsam tröstlich.
Tracklist
01. Skyworks
02. Casuarina
03. Through The Heather
04. Two Hands
05. Roebuck Plains
06. The Fatal Shore
07. Tourmaline
08. Terrestrials
09. Personal Hell
10. Nashville (I’m Dying)
Pond: Terrestrials
Vö: 19.06.2026 / Mangovision, Secretly Distribution
