Rausgehen! Woche 46/2018

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Rausgehen! Der Veranstaltungstipp für die Region Mannheim, Heidelberg & Umgebung

Zusätzlich zu unserem Kalender geben wir ab sofort einen Veranstaltungstipp für die kommende Woche an euch weiter. Wir erzählen euch, wo ihr uns ganz sicher antreffen könnt, wo man unbedingt dabei gewesen sein muss und verlosen auch mal ein paar Eintrittskarten.

Freitag, 16.11.2018: Jungstötter @ Karlstorbahnhof, Heidelberg

Fabian Altstötter ist bereits in jungen Jahren mit seiner Band Sizarr bekannt geworden, jetzt präsentiert er zur Eröffnung des diesjährigen „Prêt À Écouter“-Festivals im Heidelberger Karlstorbahnhof sein Soloprojekt Jungstötter. Einlass ist ab 20 Uhr, der Eintritt beträgt im Vorverkauf 13 Euro und an der Abendkasse 16 Euro. Als Support ist das aufstrebende Duo Monako mit dabei. Weitere interessante Acts des Festivals könnt ihr wie immer in unserem Veranstaltungskalender nachlesen.

Fabian Altstötter ist kein unbeschriebenes Blatt. Schon in frühester Jugend gründete der aus Landau stammende Altstötter mit seinen Freunden Philipp Hülsenbeck und Marc Übel die Band Sizarr, die zwei erfolgreiche und von der Kritik hoch gelobte Alben veröffentlichte. Der Sound von Sizarr war jugendlich, wenn sich auch hier schon eine enthusiastische Kenntnis der Popgeschichte wie auch jene Ästhetik der Melancholie zeigte, die vielleicht über das junge Alter der Musiker hinwegtäuschte.

Nun sind einige Jahre ins Land gegangen, nach Stationen in Mannheim und Leipzig lebt Altstötter in Berlin, die Kleider haben an Farbe verloren, die Mäntel sind länger geworden, die Haut ist gestochen von morbiden Fantasien. Jungstötter tritt auf und die Melancholie ist noch da. Aus dem Kokon des jungen Sängers hat sich ein gereifter Erzähler entpuppt. Keine Abkehr, vielmehr: Konsequenz.

Anders als bei Sizarr reduzieren sich die mit Max Rieger aufgenommenen Stücke auf ein paar wenige Instrumente, ihre Verspieltheit emanzipiert sich ohne viel Pomp. In der Arbeit an den Songs wurden sie musikalisch immer reduzierter, bildeten eine Skulptur heraus, die nun nicht arm an Verzierung auftritt, ihren Körper, ihre Mimik, ihren Ausdruck jedoch ohne große Effekte findet. Dabei, und das markiert eine ganz besondere Note, ist sie von einem seltsam introvertierten Pathos behaftet, der ohne Gebrüll auskommt, nicht plakativ verfährt – sondern bedacht und fast zärtlich nach seinen Hörern greift.

+++ ++ Veranstaltung bei Facebook

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