Review: Cola – Cost Of Living Adjustment
Auf ihrem dritten Album „Cost Of Living Adjustment“, das am Freitag, 8. Mai erscheint, treiben Cola ihren drahtigen Postpunk zu einer überraschend wuchtigen, fast schon stadiontauglichen Form, in der präzise ineinandergreifende Drums, melodisch drängender Bass und Tim Darcys wandelbare Stimme eine nervöse, dystopische Energie erzeugen, die sich durch Songs wie „Hedgesitting“, „Skywriter’s Sigh“ und „Favoured Over The Ride“ gleichermaßen zieht. Dabei oszillieren die Stücke zwischen minimalistischer Klarheit und plötzlich aufbrechendem Maximalismus – etwa wenn „Fainting Spells“ oder „Haveluck Country“ ihre Strukturen aufreißen oder „Polished Knives“ und „Much Of A Muchness“ trotz dunkler Untertöne eine fast vergessene Tanzbarkeit entfalten –, während subtile Produktionselemente und verschachtelte Arrangements den Sound zugleich zugänglicher und vielschichtiger machen. Inhaltlich balanciert Darcy zwischen kryptischer Poesie und schonungsloser Direktheit, besonders eindringlich in „Conflagration Mindset“, sodass sich das Album wie ein fiebriger Kommentar zu einer aus den Fugen geratenen Gegenwart anfühlt – unruhig, antreibend und letztlich das bislang überzeugendste Statement dieser Band.
Tracklist
01. Forced Position
02. Hedgesitting
03. Fainting Spells
04. Haveluck Country
05. Satre-torial
06. Polished Knives
07. Much Of A Muchness
08. Third Double
09. Conflagration Mindset
10. Favoured Over The Ride
11. Skywriter’s Sigh
Cola: Cost Of Living Adjustment
Vö: 08.05.2026 / Fire Records
