Review: Deadletter – Existence Is Bliss
Mit „Existence Is Bliss“ legen Deadletter ein selbstbewusstes zweites Album vor, das ihren Postpunk-Ansatz erweitert und zwischen hypnotischer Dringlichkeit, artrockiger Offenheit und einem weiterhin zentralen, teils anarchisch eingesetzten Saxofon eine spannungsgeladene Klangwelt entfaltet. Schon „Purity I“ setzt mit langsamem Aufbau und beschwörendem Gesang ein Zeichen, während Tracks wie „It Comes Creeping“, „Focal Point“, „Frosted Glass“ oder „Back To The Scene“ mit pulsierendem Bass, treibenden Drums und widerhakigen Bläserlinien zwischen Indie-Dancefloor, mechanischer Wucht und dunkler Melodik oszillieren. Inhaltlich kreist das Album um Selbstbehauptung, Überforderung und die Weigerung, bloß zu existieren, sondern aktiv zu handeln – ein mitunter sperriges, aber lohnendes Werk, das Deadletter als ambitionierte Band mit klarer Haltung und wachsendem künstlerischem Profil zeigt.
Tracklist
01. Purity One
02. To The Brim
03. Songless Bird
04. It Comes Creeping
05. What The World Missed
06. Cheers
07. Among Us
08. Focal Point
09. Back To The Scene
10. Frosted Glass
11. He Himself And Him
12. Meanwhile
Deadletter: Existence Is Bliss
Vö: 27.02.2026 / So Recordings
