Review: Dry Cleaning – Secret Love
Mit „Secret Love“, erschienen am 9. Januar, treiben Dry Cleaning ihr charakteristisches Spiel aus gesprochenen Alltagsbeobachtungen und spannungsgeladener Banddynamik auf einen neuen Höhepunkt, indem Florence Shaws messerscharfe, oft lakonische Texte über Banalität, Selbstabschottung und gesellschaftliche Abgründe von einer offeneren, vielgestaltigeren Musik getragen werden. Unterstützt von Produzentin Cate Le Bon wirkt die Band integrierter denn je: Stücke wie „The Cute Things“, „Evil Evil Idiot“, „Cruise Ship Designer“ oder „My Soul / Half Pint“ verbinden trockenen Humor, innere Monologe und soziale Kommentare mit beweglicher Rhythmik, melodischen Durchbrüchen und überraschend warmen Momenten, ohne die vertraute Spannung zwischen Stimme und Instrumenten aufzugeben. Besonders Songs wie „Let Me Grow And You’ll See The Fruit“, „Blood“ oder das abschließende „Joy“ zeigen eine Gruppe, die ihre einst strenge Postpunk-Ästhetik behutsam aufbricht und im Gewöhnlichen nach Hoffnung, Zugehörigkeit und vorsichtiger Süße sucht.
Tracklist
01. Hit My Head All Day
02. Cruise Ship Designer
03. My Soul / Half Pint
04. Secret Love (Concealed In A Drawing Of A Boy)
05. Let Me Grow And You’ll See The Fruit
06. Blood
07. Evil Evil Idiot
08. Rocks
09. The Cute Things
10. I Need You
11. Joy
Dry Cleaning: Secret Love
Vö: 09.01.2026 / 4AD
