Review: Grandmas House – Baby You’re A Winner
Grandmas House legen mit „Baby You’re A Winner“ ein Debüt vor, das zwischen Postpunk, Punk und Indierock pendelt und vor allem durch Yasmin Berndts raue Stimme, den Kontrast zu Poppy Dodgsons klarerem Gesang sowie eine Reihe bissiger, melodisch erstaunlich treffsicherer Songs wie „Dog“, „The Table“ oder „Next Big Hit (Choo Choo)“ auffällt. So überzeugend die vier Musikerinnen ihre Wut, Verletzlichkeit und ihren schwarzen Humor auch in kompakte Songs übersetzen und mit Stücken wie „Dance“ sogar durch Bläser neue Farben ins Spiel bringen, bleibt der Gesamteindruck durch eine bewusst reduzierte, stellenweise erstaunlich kraftlose Produktion getrübt, in der insbesondere die Gitarren oft wenig Raum bekommen und die Band hinter ihren eigenen Möglichkeiten zurückbleibt. „Baby You’re A Winner“ ist damit ein solides und stellenweise starkes Debüt mit eigener stimmlicher Note, das seine besten Momente immer dann erreicht, wenn Grandmas House aus dem engen Postpunk-Rahmen ausbrechen, insgesamt aber noch nicht die musikalische Konsequenz und Durchschlagskraft besitzt, die der selbstbewusste Albumtitel verspricht.
Tracklist
01. Baby You’re A Winner
02. Dog
03. Blue Oblivion
04. The Table
05. Hurricane
06. Dance
07. Next Big Hit (Choo Choo)
08. Taxidermy
09. Soaked
10. I Miss That House
11. How It Is
12. Spring
Grandmas House: Baby You’re A Winner
Vö: 21.08.2026 / Brace Yourself Records
