Review: HighSchool – HighSchool
Mit „HighSchool“ gelingt dem gleichnamigen Londoner Duo ein Debüt, das sich in fein austarierten Spannungsfeldern aus Melancholie und Energie bewegt, indem verhallte, überlagerte Vocals, treibende Drumrhythmen und dichte Synthtexturen ein atmosphärisches Klangbild erschaffen, das gleichermaßen an den Regen der Großstadt wie an die schimmernde Verheißung der Nacht erinnert. Unter der Regie von Produzent Ben Hiller entfaltet sich ein Sound, der das Erbe von Depeche Mode, The Strokes und Joy Division zitiert, ohne dabei ins Nostalgische zu kippen – besonders in Stücken wie „Sony Ericsson“ und „Chaplins“, in denen düstere Romantik, urbane Rastlosigkeit und eine subtile emotionale Verletzlichkeit verschmelzen. Wenn das Album schließlich in den helleren Tönen von „One Lucky Man“ und „Making Out At The Skatepark“ aufblüht, bevor das hymnische „Colt“ alles in ein glitzerndes 80s-Finale überführt, zeigt sich, dass HighSchool den Spagat zwischen klassischem Postpunk und modernem Pop-Instinkt mit beeindruckender Selbstverständlichkeit meistern.
Tracklist
01. Dipped
02. Sony Ericsson
03. 149
04. Chaplins
05. American Aunty
06. Peter’s Room
07. One Lucky Man
08. Making Out At The Skatepark
09. Trope
10. Rhinoplasty
11. Best And Fairest
12. Colt
HighSchool: HighSchool
Vö: 31.10.2025 / PIAS
