Review: Shame – Cutthroat
„Cutthroat“ von Shame ist ein Album, das den Weg der Band weg von der methodischen Nachdenklichkeit ihres Vorgängers hin zu einer hemmungslos tanzbaren, zugleich scharfkantigen und ironisch gebrochenen Feier der eigenen Absurdität markiert, wobei die Band ihren postpunkigen Wurzeln treu bleibt und diese um Disco-Grooves, Indierock-Energie und elektronische Verspieltheit erweitert. Während John Congletons Produktion die Band in ungewohnt polierte Gefilde führt, ohne jedoch die halb-gesprochenen, zynisch gefärbten Vocals Charlie Steens zu glätten, entfalten Songs wie das mitreißende „Spartak“, das fiebrig-drängende „Screwdriver“ oder der giftige Synth-Pop-Abschluss „Axis Of Evil““ eine fieberhafte Mischung aus Party und Protest. Am Ende zeigt „Cutthroat“ Shame als Band, die sich trotz Unschärfen und wilder Richtungswechsel nicht nur in ihrer Identität verankert, sondern auch in ihrer Bereitschaft, jede Erwartung zu unterlaufen, um inmitten des Chaos Spaß und Freiheit zu finden.
Tracklist
01. Cutthroat
02. Cowards Around
03. Quiet Life
04. Nothing Better
05. Plaster
06. Spartak
07. To And From
08. Lampião
09. After Party
10. Screwdriver
11. Packshot
12. Axis Of Evil
Shame: Cutthroat
Vö: 05.09.2025 / Dead Oceans
