Review: The Black Wizards – Force Majeure & The Acts Of God
The Black Wizards legen mit „Force Majeure & The Acts Of God“ ein kompromissloses Rockalbum vor, das Garagerock, Blues, Psychedelic und klassische Seventies-Einflüsse mit einer angenehm rauen Direktheit verbindet und dabei lieber auf Wucht, Groove und markante Gitarren setzt als auf übertriebene Studiofeinarbeit. Zwischen treibenden Nummern wie „Ain’t Talking“ und „Killing The Buzz“, psychedelischeren Momenten wie „Loose“ und „Caffeine“ sowie melodischen Stücken wie „Wishing Well“ bleibt die portugiesische Band ständig in Bewegung, wobei gerade die Wechsel zwischen dreckigem Riffing, ausufernden Soli und überraschend luftigen Passagen verhindern, dass der nostalgische Ansatz in bloßer Retro-Routine stecken bleibt. Trotz der bewusst altmodischen Rock’n’Roll-DNA besitzt das Album genügend Eigenständigkeit und aktuelle Schärfe, denn unter der rauen Oberfläche finden sich Themen wie politische Absurdität, gesellschaftliche Spannungen und toxische Männlichkeit, während die spontane Entstehung innerhalb weniger Tage dem Ganzen genau jene ungeschliffene Energie verleiht, die „Force Majeure & The Acts Of God“ so unmittelbar und lebendig macht.
Tracklist
01. Ain’t Talking
02. Loose
03. Killing The Buzz
04. 9 To 5
05. Beat
06. Wishing Well
07. Ain’t Joking
08. Caffeine
09. Elevator 15
10. Astrophile
The Black Wizards: Force Majeure & The Acts Of God
Vö: 04.09.2026 / Hassle Records
