Review: The Orielles – Only You Left
Mit „Only You Left“ treiben The Orielles ihren Drang zur Neuerfindung weiter voran und verbinden auf ihrem fünften Album Indie-Grundlagen mit elektronischen Texturen, Postpunk-Schärfe, Shoegaze-Flächen und math-rockiger Verspieltheit zu einem vielschichtigen, bewusst schwer einzuordnenden Klangbild. Stücke wie „Three Halves“, „Wasp“ und „Tears Are“ entwickeln sich dabei eher als atmosphärische Klangräume denn als klassische Songs, während Esmé Hand-Halfords fragile Stimme über dichten Gitarrenschichten, dronenden Effekten und unruhiger Percussion schwebt und eine melancholische, zugleich neugierige Grundstimmung erzeugt. Das Ergebnis ist ein Album voller Ideen und Kontraste, das nicht immer klare Konturen findet, aber als faszinierende Momentaufnahme einer Band funktioniert, die lieber Risiken eingeht und neue Räume erkundet, als sich in vertrauten Indie-Formeln einzurichten.
Tracklist
01. Three Halves
02. Shadow Of You Appears
03. Tears Are
04. Embers
05. Tiny Beads Reflecting Light
06. The Woodland Has Returned
07. All in Metal
08. You Are Eating A Part Of Yourself
09. Wherever (I May Not Feel So Close)
10. Wasp
11. To Undo The World Itself
The Orielles: Only You Left
Vö: 13.03.2026 / Heavenly Recordings
