Review: The Strokes – Reality Awaits

Mit „Reality Awaits“ entfernen sich The Strokes so weit von ihren einstigen Stärken, dass selbst gute Ideen im Übermaß an Experimenten und Effekten untergehen – statt packender Songs dominieren häufig blasse Melodien, überladene Arrangements und eine Produktion, die den Kompositionen mehr schadet als nützt. Elektronische Elemente und die stark mit Autotune verfremdeten Vocals von Julian Casablancas prägen das Album, doch viele Songs wirken dadurch eher distanziert als mitreißend, sodass nur vereinzelt die melodischen Qualitäten aufblitzen, die die Band einst zu einer der wichtigsten Rockgruppen ihrer Generation machten. Statt die musikalische Weiterentwicklung der Band überzeugend fortzuführen, verliert sich das Album immer wieder in unausgereiften Experimenten, austauschbaren Arrangements und Ideen, die spannender klingen als sie letztlich umgesetzt werden – und so bleibt es eine der schwächsten Veröffentlichungen der Band, die trotz einzelner gelungener Momente über weite Strecken überraschend leblos wirkt und kaum an die Klasse ihrer besten Alben heranreicht.

Tracklist

01. Psycho Shit
02. Dine N’Dash
03. Lonely In The Future
04. Falling Out Of Love
05. Going To Babble On
06. Going Shopping
07. Liar’s Remorse
08. The Fruits Of Conquest
09. Pros And Cons

The Strokes: Reality Awaits
Vö: 24.07.2026 / Cult, RCA