Review: Treeboy & Arc – Goose
Mit ihrem neuen Album „Goose“ entwickeln Treeboy & Arc ihren Postpunk-Sound im Vergleich zum Vorgänger „Natural Habitat“ (2023) spürbar weiter, indem sie zwar treibende Gitarrenriffs weiterhin ins Zentrum stellen, diese jedoch gezielter einsetzen und mit kühlen elektronischen Texturen verschränken, was dem Album eine dichtere, zugleich kontrolliertere Wucht verleiht. Songs, wie die Singles „Red“ oder „Personal Best“ setzen dabei bewusst auf Wiederholung und Raum, wodurch sich aus simplen, loopartigen Hooks eine eigentümliche Spannung entfaltet, während die Band kontrollierter und fokussierter agiert, ohne ihre kantige Energie einzubüßen. Gerade diese Reduktion – sowohl in den Arrangements als auch im zurückgenommenen, mantraartigen Gesang – verleiht „Goose“ eine mechanische, fast hypnotische Qualität, die Treeboy & Arc als Band zeigt, die ihre rohe Ausgangsbasis in eine klarere, präzisere Form überführt.
Tracklist
01. Never Again
02. Hang Nail
03. Personal Best
04. Red
05. Fallen Arch
06. ITK
07. County Lines
08. Omnipotence
09. Component Parts
10. Parts & Labour
Treeboy & Arc: Goose
Vö: 10.04.2026 / Clue Records
