Review: Wet Leg – Moisturizer

Mit „Moisturizer“ liefert Wet Leg ein zweites Album ab, das trotz der schwierigen Erwartungshaltung nach dem Debüt eine beeindruckende Balance zwischen frechem Witz, intimer Verletzlichkeit und musikalischer Weiterentwicklung findet, indem es mit eingängigen Texten, verspielten Popkultur-Referenzen und einem spürbar gereiften Sound überzeugt, der zugleich nostalgisch und erfrischend wirkt. Die Band, die sich von einem Duo zu einer fünfköpfigen Formation entwickelt hat, meistert es, ihre Garage-Punk-Wurzeln mit 90er-Alt-Rock-Elementen, verträumten Gitarren und Postpunk-Anklängen zu verschmelzen, wodurch Songs wie „CPR“, „Catch These Fists“ oder „Pillow Talk“ eine wilde Mischung aus chaotischem Verlangen, humorvollen Anspielungen und berührenden Liebeserklärungen transportieren. Am Ende zeigt „Moisturizer“ nicht nur das künstlerische Wachstum von Wet Leg, sondern auch ihre Fähigkeit, den Hörer gleichzeitig zum Lachen, Tanzen und heimlichen Seufzen zu bringen, während sie beweisen, dass sie weit mehr als ein kurzlebiger Indie-Hype sind.

Tracklist

01. CPR
02. Liquidize
03. Catch These Fists
04. Davina McCall
05. Jennifer’s Body
06. Mangetout
07. Pond Song
08. Pokemon
09. Pillow Talk
10. Don’t Speak
11. 11:21
12. U And Me At Home

Wet Leg: Moisturizer
Vö: 11.07.2025 / Domino