Review: White Lies – Night Light
Mit „Night Light“ präsentieren White Lies nach fast zwanzig Jahren Bandgeschichte ihr siebtes Album, das durch das erstmals gemeinsam im Kreis geschriebene Songwriting und die Aufnahmen im Church Studio eine ungewohnte Frische und Lebendigkeit gewinnt, während das britische Trio ihren Postpunk-Kern mit Einflüssen aus Funk, Disco, Prog und Synthpop zu einem facettenreichen Klangkosmos verschmilzt, der die Vielfalt von 70er-Jahre-Vorbildern wie Talking Heads und Steve Hillage spürbar macht. Tracks wie das rasante „Nothing On Me“ eröffnen die Platte mit unmittelbarer Energie, „All The Best“ und „Keep Up“ zeigen die reifere, gefühlvolle Seite der Band, während Hymnen wie „Juice“ und die Springsteen-inspirierte Ballade „Everything Is OK“ das emotionale Spektrum erweitern und die Fähigkeit der Band, große Bühnenmomente zu erschaffen, unterstreichen. Den Abschluss bilden das atmosphärische „I Just Wanna Win“ und das sechseinhalbminütige „In The Middle“, deren verschlungene Arrangements, pulsierende Synths und treibende Basslinien das Album nicht nur energetisch abrunden, sondern auch die neue Zuversicht und Selbstsicherheit der Band hörbar machen, sodass Night Light als selbstbewusster und zugleich verspielter Meilenstein in der Karriere von White Lies erscheint.
Tracklist
01. Nothing On Me
02. All The Best
03. Keep Up
04. Juice
05. Everything Is OK
06. Going Nowhere
07. Night Light
08. I Just Wanna Win One Time
09. In The Middle
White Lies: Night Light
Vö: 07.11.2025 / PIAS
