Truthpaste veröffentlichen neue Single „Bus Song“
Die Londoner Band Truthpaste präsentiert mit „Bus Song“ ihre erste Veröffentlichung des Jahres – und gleichzeitig eine deutliche Weiterentwicklung ihres Sounds. Der Track folgt auf ein erfolgreiches Jahr 2025, in dem ihr Debüt „See You Around“ große Aufmerksamkeit erhielt.
Während frühere Songs häufig zwischen akustischem Folk und elektronischen Elementen pendelten, schlägt „Bus Song“ eine neue Richtung ein. Der Track verbindet treibende, programmierte Drums mit dichten Instrumentalschichten und entwickelt sich von einer fast zurückhaltenden Intimität hin zu einem emotional aufgeladenen Ausbruch. Sängerin Esmé beschreibt den Song selbst als bewusste Erweiterung des Bandkosmos: „Bus Song“ ist unser Emo-Rock-Song. Das ist eine andere Seite von Truthpaste, die die Leute endlich auch außerhalb unserer Live-Auftritte hören sollten. Wir beschränken uns nicht auf eine bestimmte Richtung – wenn es gut klingt, machen wir es.“
Diese Offenheit prägt auch den kreativen Prozess der fünfköpfigen Band, bestehend aus Esmé Lark, Euan McNeill, Theo Murchie, Claire Sun und James Ballarò. Unterschiedliche musikalische Hintergründe und Einflüsse verschmelzen zu einem Sound, der sich bewusst keiner festen Kategorie unterordnet. Ausgangspunkt für „Bus Song“ war eine Melodie, die McNeill über längere Zeit beschäftigte. Im gemeinsamen Arbeiten entwickelte sich daraus ein intensives Duett zwischen ihm und Lark, dessen Gesang weniger inszeniert als vielmehr direkt und verletzlich wirkt. „Über die Bedeutung musste man nicht nachdenken“, sagt McNeill – der Song sei intuitiv entstanden und habe seinen Titel von Anfang an getragen.
Charakteristisch für Truthpaste ist zudem der Einsatz elektronischer Drums, die ursprünglich aus praktischen Gründen entstanden: Während ihrer Studienzeit in Manchester probte die Band in kleinen Räumen, in denen klassische Schlagzeug-Setups kaum möglich waren. „Wir haben andere Erfahrungen gemacht als die meisten Bands … wir müssen uns voll und ganz auf das Schlagzeug konzentrieren“, so Lark. Diese Einschränkung wurde zu einem prägenden Element ihres Sounds.
Gegen Ende entfaltet „Bus Song“ seine volle Wucht: Die vielschichtigen Arrangements verdichten sich zu einem kathartischen Höhepunkt, getragen von Synthesizern, Gitarren und einem expressiven Saxophon, das für Lark eine besondere Rolle spielt: „Saxophon zu spielen ist für mich eine Möglichkeit, zu singen, ohne zu singen.“
