TedLo: Lemonade

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TedLo zeigt uns das Video zu seiner ersten Single „Lemonade“

Es gibt immer wieder Künstler, die tauchen gefühlt aus dem Nichts auf und sind dann schon so „fertig“, so „perfekt“, dass man es kaum glauben kann. TedLo ist so ein Kandidat. Natürlich ist er kein völlig unbeschriebenes Blatt, dennoch dürfe es das erste Mal sein, dass er in der hiesigen Wahrnehmung auftaucht. Dafür umso schillernder, umso mitreißender.

Als 20-Jähriger arbeitete der junge Engländer Ted Griggs in erster Linie digital. Jetzt, Mitte 20 und als TedLo, geht er einen Schritt weiter und baut auch seinen Instrumentenpark um: Dadurch, dass das Analoge mittlerweile ein gleichberechtigter Teil der Musik geworden ist, finden die Songs plötzlich ganz schön weit oben im Game statt. TedLo ist kein Produzent, der Platten veröffentlicht. Er schreibt heute die allermeisten seiner Songs auf der Akustikgitarre, baut sie Schritt für Schritt auf. Er ist ein Künstler, der absolute Kontrolle über jeden Aspekt seiner Musik besitzt. So entstehen Songs, die ohne Weiteres mit den Großen des Genres mithalten kann. Namen, die einen bei den Sounds von TedLo durch den Kopf wandern: Beck, Flaming Lips, Foxygen, vielleicht auch der große Todd Rundgren.

In seinen Songs erzählt er uns Geschichten. Er hinterfragt Klischees, pariert sie mit Witz. Als bestes Beispiel mag da die aller erste Single „Lemonade“ dienen: Die unerträgliche Binsenweisheit von der Limonade, die man herstellen solle, wenn einem jemand Zitronen gibt (Unter uns: Das ist Blödsinn, man bräuchte zusätzlich Zucker, und den bekommt man nie in die Hand gedrückt) kehrt er geschickt in ihr Gegenteil um und schafft so einen Ohrwurm, der eigenartig zeitlos daherkommt. Ist das vielleicht Glamrock, etwa 1973? Aber wieso liegt dann da hinten dieser zarte Beat, der total nach heute klingt? Und was für freudvollen Unsinn stellen eigentlich die Analog-Synthies an? Fragen, die noch mehr Wucht entfalten, wenn man das zugehörige Video betrachtet, das an gutes, altes Musikfernsehen der „Top Of The Pops“-Schule erinnert und das, soviel sei schon jetzt verraten, Teil einer umfänglicheren Serie ist! Na, neugierig? Zurecht!

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