Rausgehen! (Woche 05/2020)

0

Rausgehen! Der Veranstaltungstipp für die Region Mannheim, Heidelberg & Umgebung

Zusätzlich zu unserem Kalender geben wir ab sofort Veranstaltungstipps für die kommende Woche an euch weiter. Wir erzählen euch, wo ihr uns ganz sicher antreffen könnt, wo man unbedingt dabei gewesen sein muss und verlosen auch mal ein paar Eintrittskarten.

Dienstag, 04.02.2020: Shelter Boy – Live @ Karlstorbahnhof, Heidelberg

Sachen machen mit Gitarren, dabei nie das Ziel, den Song, aus den Augen verlieren. So könnte man den gemeinsamen Grund beschreiben, auf dem sowohl Still Trees als auch Still Trees‘ Simon Graupner alias Shelter Boy spielen. Er hat sich unter diesem Namen auf diesem Grund einen Schutzraum für die Kleinode gebaut, die noch einmal anders schimmern als der prunkvolle Indierock seine Hauptband.

Am Dienstag, 4. Februar, kommt Simon Graupner nun in den Heidelberger Karlstorbahnhof, Unterstützung erhält er von Cinemagraph im Vorprogramm. Konzertbeginn ist ab 21 Urh, der Eintritt beträgt 16 Euro an der Abendkasse.

Auf seiner ersten Veröffentlichung unter diesem Namen präsentiert er einen Sound wie Samstagnachmittagslicht, das unaufgeregt und wohlig durch die vier Songs seiner ersten EP strahlt. Ein Sound, zu dem sich hinreißend herzhaft faulenzen lässt. Aktiv zuhören muss man aber allein schon, weil es sich lohnt: Sein klarer, nach der simplen Melodie strebender Gesang ist fein umwoben von ausgetüftelter Arbeit an der Gitarre. Die Verzerrung lässt er draußen, in Shelter Boys Eigenheim geht es clean, aber nicht steril zu. Dort klingt alles wie sorgsam an seinen Platz geräumt. Das Gitarrengeschmeide glänzt ganz vorn, gibt den Rhythmusinstrumenten darunter dabei genug auch Platz, um zu grooven. Alles lässig selbstverständlich angerichtet, ohne beliebig zu sein.

Als Referenz kann man Mac DeMarco genau so in den Raum werfen wie die britischen Bands, die bereits die Refrains von Shelter Boys Hauptband befruchtet haben. Die Inspiration ist zu hören, ohne sich im Zitat zu genügen. Er bedient sich dieser Einflüsse, ohne sich von ihnen die Richtung diktieren zu lassen. Zudem ist die von Shelter Boy emotional flexible Musik: Sie macht sich an einem „Kein Bock auf Rausgehen“-Regentag drinnen genau so gut wie im warmen Sommerschauer draußen. Nötigt man ihn dazu, beschreibt er seinen Sound selbst als Dreampop. Wenn man unbedingt ein Label braucht, dann passt das: Die Gitarrenläufe perlen prickelnd Melodien, die tagverträumt anmuten und sich Sommers auf der Wiese langmachen, nur um sich im nächsten Moment zu Hooks aufzuschwingen, die das Mitsingen gut vertragen, wenn nicht herausfordern.

Ein Sound, den man direkt begießen will, in einer Runde von Freunden des durchdachten Pops, um hinterher noch eine längere Nacht daraus zu machen. Wenn man dann morgens aufwacht, so leicht breiig im Schädel, auf eine nicht ganz unangenehme Weise, aufsteht und in eine Pizzaschachtel von gestern tritt mit Pizza drin, lässt man das nicht an sich ran, weil die Nacht zu gut war und der Tag draußen zu schön ist und Shelter Boy dafür immer noch der richtige Soundtrack.

++ Veranstaltung bei Facebook

X
X

Diese Website verwendet zur optimalen Gestaltung Cookies, Analysetools und Dienste von Drittanbietern wie z.B. YouTube. Durch die Nutzung der Website stimmst du der Verwendung von Cookies und der Analyse der Daten zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen